Energieeffizienz und Dekarbonisierung im Handwerk: Finanzielle Unterstützung und Best Practices
Veröffentlicht am 28.03.2025
Sprache: deutsch
Am 25. März 2025 fand mit der Unterstützung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Biodiversität unter dem Motto „Energieeffizienz und Dekarbonisierung im Handwerk: Finanzielle Unterstützung und Best Practices für KMU“ die erste Veranstaltung des Klimaprogramm Handwierk statt. Während der Veranstaltung haben die Teilnehmer die verschiedenen staatlichen Beihilfen für ihre Dekarbonisierungsprojekte kennengelernt.
In dem Workshop gaben Experten von der Klima-Agence, Luxinnovation und der Energieagence Einblicke in die verschiedenen Beihilfenangebote. Zudem präsentierten Herr Treinen von Luxforge, Herr Kellen von Grand Garage Paul Wengler, Herr Kayser von Bijouterie Kayser-Reinert und Christoph Reckinger von Reckinger Peintures-Decors Nachhaltigkeitsprojekte (z.B. Projekte zur Energieeinsparung, Nutzung erneuerbarer Energien,etc.) die sie in ihren Unternehmen umgesetzt haben, von welchen staatlichen Beihilfen sie profitieren konnten und gaben Details zur Antragstellung. Wir haben noch einmal die wichtigsten Punkte für sie zusammengefasst:
Im Rahmen des Klimapakt für Betriebe können Unternehmen von der Klima-Agence Informationen über Beratung und Zugriff auf einen Katalog potentieller Maßnahmen zur Dekarbonisierung und Reduzierung des Umweltimpakts sowie dazu passende Finanzierungshilfen erhalten (www.kpb.lu).
Das Programm Klimaprogramm Handwierk, ein Angebot des Service eHandwierk der Chambre des Métiers, richtet sich gezielt an Handwerksbetriebe mit Beratungs- und Informationsangeboten.
Das Programm SME Packages Sustainability ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen für kleinere Projekte (€ 3.000 - € 25.000 zzgl. MwSt.) die zur Reduzierung des Energieverbrauchs, der CO2-Emissionen, des Wasserverbrauchs oder des Abfalls beitragen, eine staatliche Beihilfe in Höhe von 70 % der förderfähigen Kosten zu erhalten.
Im Rahmen der Befristeten Umweltbeihilfe können Unternehmen für Projekte mit einem Mindestumfang von € 7.500, die zur Reduzierung des Energieverbrauchs, der CO2-Emissionen, des Wasserverbrauchs oder des Abfalls beitragen eine staatliche Beihilfe (70 % für kleine Unternehmen, 60 % für mittlere Unternehmen, 50 % für große Unternehmen) von maximal € 100.000 pro Gruppe erhalten.
Die Projektausschreibung für Ladestationen für Elektrofahrzeuge die noch bis zum 2. Juni 2025 läuft ermöglicht es Unternehmen für öffentlich zugängliche Ladestationen mit einer Leistung von mindestens 175 kW eine Förderung von 30 % bis 50 % je nach Zugänglichkeit der Ladestation zu erhalten.
Die Beihilfen für Investitionsvorhaben zugunsten des Umweltschutzes (typisch für Projekte mit gröβerem Investitionsumfang) bieten den Unternehmen je nach Projekt, Rentabilität der geförderten Maßnahme und Unternehmensgröße Finanzierungshilfen. Im Durchschnitt beträgt der effektive Fördersatz etwa 20 % der förderfähigen Kosten.
Verschiedene Fördermodelle im Bereich der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien existieren darüber hinaus für bspw. die Installation von Photovoltaikanlagen (Investitions- oder Betriebsbeihilfen).
Das Programm Fit4Sustainability von Luxinnovation bietet allen Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Nachhaltigkeit steigern möchten, die Möglichkeit eine Umweltstudie zur Bewertung der Umweltauswirkungen des Unternehmens durchzuführen, einen Aktions- und Investitionsplan zu erhalten und dies mit einer Kofinanzierung von bis zu 70 % für kleine, 60 % für mittelgroße und 50 % für große Unternehmen.
Zudem können Unternehmen zusätzlich zu den vorgenannten staatlichen Hilfen für eine Vielzahl an Projekten von Enoprämien profitieren (Informationen erhältlich über Energieagence).
Weitere Informationen
Die Anmeldungen für unsere nächsten Veranstaltungen sind auch schon offen: Agenda eHandwierk